Sebastian WawersigPräsenz unter Druck
Über mich

Ich habe gelernt, Systeme zu verstehen.
Bei mir selbst hat es am längsten gedauert.

Ingenieur im Motorsport. Erste Trompete im Werksorchester. Heute Coach, Mentor und Speaker für Menschen, die mehr wahrnehmen, als sie zeigen.

Sebastian Wawersig, Porträt
I

Etwas Einfacheres lernen.

Angefangen habe ich mit einem Hauptschulabschluss. In der Lehrwerkstatt bei Siemens waren wir 16 Azubis in meinem Jahrgang. Ich war der Einzige ohne Mittlere Reife. Mir wurde geraten, etwas Einfacheres zu lernen, Elektriker oder Werkzeugmacher.

Meine Ausbilderin hat mir Mut gemacht. Sinngemäß sagte sie: Ich habe mit deinem Onkel die Ausbildung gemacht. Ich weiß, wofür der Name Wawersig steht. Ich weiß, dass du das auch schaffst.

Es war herausfordernd. Und trotzdem habe ich die Lehre zum Mechatroniker verkürzt und als einer der Besten abgeschlossen. Mein erster Gedanke war nicht Stolz. Sondern: Das kann nicht richtig sein. Es geht zu leicht.

Diesen Gedanken kenne ich bis heute. Mir fällt vieles leicht. Ich nehme viel wahr und erkenne schnell Strukturen. Und lange habe ich geglaubt, dass ich gerade deshalb etwas falsch mache.

Ich habe mein Leben damit verbracht, etwas zu reparieren, das nicht kaputt war.

II

Systeme, die man nicht sieht.

Fachhochschulreife, dann der Bachelor in Amberg. Dort meine erste Formula Student, mit einem Rennwagen mit Verbrennungsmotor. Danach das Masterstudium Elektrotechnik an der TU Graz. Wieder Formula Student, diesmal ein Elektro-Rennwagen, den ich auch gefahren bin. Nebenher Hip‑Hop‑Tanz.

Dann Audi Sport. Das Hybridsystem für den Le-Mans-Prototypen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, der elektrische Antrieb für die Formel E. Dort entscheidet ein Millimeter und für jeden Handgriff gibt es eine Checkliste.

Und immer die Trompete, seit ich sieben bin. Erste Trompete in der Grazer BläserVielharmoniE, später fünf Jahre im Audi Werksorchester. Als Solist stand ich vor mehr als 15.000 Menschen.

In Graz habe ich gemerkt, wie wichtig mir die erste Stimme ist. Ich kann abgeben und andere Stimmen spielen. Aber nur, wenn es einen echten Lead gibt, an dem sich alle orientieren können.

Sebastian Wawersig im Rennanzug auf dem Elektro-Rennwagen der TU Graz
Formula Student, TU Graz
Sebastian Wawersig bei Audi Sport
Audi Sport
Sebastian Wawersig mit der Trompete
Trompete
III

Fünf Meter.
Und eine ganze Nacht.

Noch im Studium in Graz. Auf dem Heimweg von der Vorlesung hupt hinter mir ein Nachbar, weil ich ihm in der Einfahrt im Weg bin. Fünf Meter. Eine Banalität.

Sie hat mich bis in die Nacht verfolgt. Warum war er so ungeduldig? Hätte ich schneller zur Seite gehen müssen? Durfte ich da überhaupt gehen?

Ein Mentor riet mir: Komm ins Hier und Jetzt. Ich habe acht Wochen lang jeden Tag eine Stunde Achtsamkeit geübt. Es wurde leichter. Weg war es nicht.

IV

Ist es
schlimm genug?

Ein paar Jahre später, bei Audi Sport. Eine Panikattacke in der Nacht, ein Sturz, ein gebrochener Wirbel. Ich liege auf dem Küchenboden und frage mich, ob es schlimm genug ist, um den Notarzt zu rufen.

Im Rennwagen tauschst du einen Sensor aus, wenn er falsch misst. Ich hatte einen in mir, der seit meiner Kindheit falsch angezeigt hat. Ich habe ihm über dreißig Jahre lang geglaubt.

Drei Monate später bin ich zum ersten Mal Downhill gefahren.

V

Wissen hat nicht gereicht.

Danach habe ich gesucht. Seminare zu Körpersprache, zu Persönlichkeit, zur Bühne. Bücher, Kurse, Wochenenden.

Meine eigenen Gefühle konnte ich lange nicht wahrnehmen. Ich hatte davon gehört. Was sie sind, wusste ich nicht.

2020 kam die erste Coachingausbildung. Eigentlich wollte ich nur meine Emotionen besser wahrnehmen. Dann habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, andere dabei zu begleiten.

Verändert hat mich nicht noch mehr Wissen. Sondern hinzuspüren. Und mir zu erlauben, Hilfe zu holen.

Bis heute habe ich einen Mentor an meiner Seite. Weil ich mich selbst nur von innen sehe.

VI

Heute.

Nach zwölf Jahren als Ingenieur bei Audi, zuletzt in der Simulation von Hochvoltsystemen für Elektrofahrzeuge, widme ich mich ab 2027 ganz dieser Arbeit.

Ich begleite Menschen im Klarheitsgespräch, im stillen Raum und in der Begleitung über mehrere Monate. Auf der Bühne spreche ich über die Frage, die mich am längsten begleitet hat: Ist es schlimm genug?

Ich musste niemand anderes werden. Ich musste aufhören, mich zu verstecken.

  • 2025 · Konzernworkshop Emotionale Trigger mit über 160 Teilnehmern
  • 2026 · Keynote „Schlimm genug?!“ beim Magic Flow in Basel
Sebastian Wawersig auf der Bühne beim Magic Flow
Was ich mitbringe

Ausbildungen und Handwerk.

Begleitung und Aufstellung

  • 2020Master Inspirations Coach, Herz über Kopf
  • 2022 bis 2023Systemischer Aufstellungsleiter, Silke Klapdor
  • 2023Trauma achtsamer Coach, Greator
  • 2023 bis 2025Theta Healing Basic, Advanced, Dig Deeper, You and Creator und Soulmate, Jonas Schiffmann

Emotionen und Nervensystem

  • 2023Finde zurück zur Selbstwirksamkeit, C. und W. Hommelsheim
  • 2024EmotionsCode, Bradley Nelson
  • 2025HeartMath®, Howard Martin

Bühne und Wirkung

  • 2016 bis 2018Körpersprache, NLK 1 und 3, Sabrina Olsson
  • 2021 bis 2022Public Speaking Academy Gold und Speaking Performance Master, Tobias Beck
  • 2025 bis 2026Magic Flow Speaker Experience

Technik

  • Mechatroniker, Siemens AG
  • Bachelor of Engineering, Elektro- und Informationstechnik, Hochschule Amberg‑Weiden
  • Masterstudium Elektrotechnik, Regelungstechnik, TU Graz

Dazwischen viele Seminare. Und bis heute ein eigener Mentor.

Was sonst noch stimmt
  • Ich probiere aus, verändere Kleinigkeiten und schaue neugierig, was passiert.

  • Ich dachte, meine Stimme sei monoton. Dann sagte jemand: Deine Stimme beruhigt mich.

  • Sushi habe ich 2025 zum ersten Mal gegessen.

Damit es klar ist

Ich bin kein Therapeut.

Wenn du gerade in einer akuten Krise steckst, ist eine Therapeutin oder ein Therapeut der richtige Ort.

Ich bin kein Motivationsredner.

Bei mir gibt es keine Lautstärke. Eher Stille.

Ich repariere dich nicht.

Du bist nicht kaputt.

Wenn dir davon etwas
bekannt vorkommt.

Dann ist ein Gespräch der einfachste Anfang. Dreißig Minuten, online, kostenlos. Ob und wie es danach weitergeht, entscheidest du.

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